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MÄNNER LEIDEN HEIMLICH

Aktualisiert: 4. Okt.

(Anzeige) Männer mit Migräne leiden heimlich – Neue Studie bietet Chancen

Dass Migräne keine Frauenkrankheit ist, bestätigen immer mehr Studien. Zwar leiden laut Statistik drei Mal mehr Frauen an Migräne, doch in den letzten zehn Jahren ist die Diagnoserate bei Männern um 25 Prozent gewachsen. Dr. med. Torsten Schröder von Perfood erläutert die Ursachen und zeigt Perspektiven für Männer mit Migräne.


Dr. Schröder, warum leiden immer mehr

Männer unter Migräne?


Einer der Hauptgründe ist offenbar, dass sich immer mehr Männer trauen, mit ihrer Migräne zum Arzt zu gehen und Hilfe zu suchen. Wenn mehr Betroffene sich die vermeintliche „Schwäche“ der Migräne eingestehen und medizinische Hilfe in Anspruch nehmen, steigt auch die Anzahl der Migränediagnosen. Als weitere Ursachen vermuten Forscher erhöhten Leistungsdruck bei Männern, Schlafmangel oder auch ungesunde Ernährung.


Warum gehen gerade Männer mit Migränesymptomen seltener zum Arzt?


Das kann unterschiedliche Gründe haben – zum Beispiel, weil das Stigma der „Frauenkrankheit“ über Migräne schwebt und Männer sich damit schwertun. Im Übrigen ist es sowohl bei Männern als auch bei Frauen so, dass sie nur selten mit ihren Beschwerden zum Arzt gehen. Viel zu oft greifen sie stattdessen zu frei verkäuflichen Schmerzmitteln. Davor kann ich nur warnen – nicht nur, weil ein hoher Medikamentenkonsum auf Dauer Organe schädigt. Auch die Migräne kann sich unter falscher oder fehlender Behandlung verschlimmern. Was viele nicht wissen: Es hat sich in der Forschung zu Migränetherapien eine Menge getan.


NEUE THERAPIEANSÄTZE


Welche neuen Therapieansätze

gibt es für Männer mit Migräne?


Wer neue Wege gehen und Medikamente reduzieren will, kann an einer klinischen Studie teilnehmen, die von der Universität zu Lübeck vollständig digital durchgeführt wird. Sie basiert auf wissenschaftlichen Hinweisen, dass ein stark schwankender Blutzuckerspiegel Migräne begünstigt. Im Rahmen der Studie werden deshalb personalisierte Ernährungsempfehlungen ermittelt, die hohen Blutzuckerschwankungen entgegenwirken. Eine spezielle App dient parallel als Migräne-Coach. Ziel ist es, dass Migränepatient*innen Medikamente reduzieren und ohne Nebenwirkungen eigenständig mit ihrer Erkrankung umgehen können. Gerade für Männer öffnet das ganz neue Chancen.


sinCephalea ist ein digitales Medizinprodukt

zur Prophylaxe von Migräneanfällen.


Zielsetzung ist die Reduktion der postprandialen Blutzuckervariabilität durch personalisierte Ernährungsempfehlungen. Zudem können über sinCephalea weitere Lebensstilfaktoren, bspw. sportliche Aktivitäten, Medikation, Schlaf und Befinden, darunter auch Migränesymptome von Patient*innen erfasst werden. Die erfassten Informationen werden für Patient*innen aufbereitet, um selbstständig Lebensstilanpassungen durchführen zu können, die der Reduktion von Migräneanfällen dienen. Die Ergebnisse können exportiert werden, um sie mit behandelnden Ärzt*innen zu teilen. Durch den Hersteller wird ein umfassender, kostenfreier Support für Ärzt*innen und Patient*innen angeboten.

 

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