schwules Paar

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QUEERES KINOERLEBNIS

Das DOK.fest München ist eröffnet – noch bis zum 23. Mai zeigen wir deutschlandweit online auf der digitalen Leinwand 131 Dokumentarfilme aus 43 Ländern. Darunter auch bewegende Queer-Filme.

DOK.fest München mit queerem Filmangebot
DOK.fest München mit queerem Filmangebot

Das DOK.fest München hat in den vergangenen Jahren einen enormen Zuwachs an Publikum zu verzeichnen, der weit über das übliche Potential der regulären Auswer­tung von Dokumentarfilmen im Kino hinausgeht. Dafür gibt es zwei Gründe: Einer­seits bietet das DOK.fest München alle Attraktivitäten einer solchen Veranstaltung, ein sorgfältig kuratiertes und exklusives Filmprogramm: Reihen, Wettbewerbe und Preise, begleitet von Filmgesprächen mit Gästen aus der ganzen Welt. Anderseits gelingt es dem Festi­val, mit hohem Einsatz und individueller Ansprache diverse spezifische Zielgruppen für sich zu gewinnen.


THE ART OF SIN

Nachdem er 2008 nach Norwegen flüchtete, bekannte sich der sudanesische Künstler Ahmed Umar 2015 auf Facebook öffentlich zu seiner Homosexualität. Ein Tabubruch, denn im Sudan ist Homosexualität gesellschaftlich verpönt und nach wie vor illegal. THE ART OF SIN dokumentiert Homophobie im Sudan – und auch in Norwegen. Spannend ist der Gegensatz zwischen der queeren Identität und Kunst Ahmeds und den traditionellen Vorstellungen des Filmemachers Ibrahim Mursalt: Der Regisseur ringt mit der Lebensweise seines Protagonisten.

(Regie: Ibrahim Mursal Warsame / Norwegen 2020 / 58 Minuten)



ERWIN OLAF – THE LEGACY

Der preisgekrönte niederländische Fotograf Erwin Olaf wird bald 60, und eine Krankheit beeinträchtigt zunehmend seinen Alltag. Gleichzeitig scheint der Fotograf sorgfältig komponierter, von der Malerei Rembrandts inspirierter Bilder auf dem Gipfel seiner Karriere zu stehen, etliche Ausstellungen sind in Planung, viele seiner Werke werden ins Amsterdamer Rijksmuseum transferiert. IN ERWIN OLAF blickt der Künstler auf sein Leben zurück und stellt Fragen zu Sinn und Zukunft seiner Arbeit.

(Regie: Michiel van Erp / Niederlande 2020 / 76 Minuten)


LA PREMIERE MARCHE

Die vier Studierenden Youssef, Yanis, Luca und Annabelle wollen im Pariser Vorort Saint-Denis die erste LGBTQIA*-Pride auf die Beine stellen. Dafür müssen sie einige Klinken putzen, ignoranten Radiomoderatoren entgegentreten und immer wieder das Banlieue als passenden Ort für ihr Vorhaben verteidigen. Die Vier wollen nicht nur Vorurteile gegen Queers aufbrechen – sondern auch die Stigmatisierung der Bewohner.innen von Saint-Denis.

(Regie: Hakim Atoui, Baptiste Etchegaray / Frankreich 2020 / 64 Minuten)


INSTRUCTIONS FOR SURVIVAL

Sascha ist Transgender und muss ein Leben im Verborgenen führen – in seiner Heimat drohen ihm Verfolgung und Tod. Seine Partnerin Mari geht eine Leihmutterschaft ein, um Geld für eine Flucht nach Westeuropa zu verdienen – doch der Plan ist problematisch: Sascha und Mari entwickeln mehr und mehr eine emotionale Beziehung zu dem Kind in Maris Bauch.

(Regie: Jana Ugrekhelidze / Deutschland 2020 / 73 Minuten)


ZUHURS TÖCHTER

Geflohen vor dem Bürgerkrieg in Syrien erhalten die Teenager Lohan und Samar mit ihrer Familie in Deutschland Asyl. Beide fühlen sich im falschen Körper geboren. Nach und nach wagen sie ihre weibliche Identität auszuleben, während die gläubigen Eltern es als Sünde betrachten, trans zu sein. Lohan und Samar sind hin und her gerissen zwischen ihrer muslimischen Gemeinschaft und säkularen Werten in Deutschland, die es ihnen ermöglichen, ihr wahres Selbst auszudrücken. Drei Jahre lang begleitet der Film die beiden auf ihren Streifzügen und ihrer Suche nach einer eigenen Identität.

(Regie: Laurentia Genske / Deutschland 2021 / 89 Minuten)


Das DOK.fest München kann aufgrund der Maßnahmen zur Eindämmung der Aus­brei­tung des Coro